FBL Neurologie

Dirk Franke

Fachkoordinator neurologische Langzeitrehabilition
Leitende Fachkraft im Gesundheits- und Sozialwesen
Pflegeexperte für Menschen im Wachkoma und MCS

Storkower Straße 207
10369 Berlin

Fon: (030) 47 39 66 60-12
Fax: (030) 47 39 66 60-19
dirk.franke(at)zentrum-berlin.com

FBL Außerklinische Beatmung

Sven Jantzen

Fachkoordinator pneumologische Langzeitrehabilitation
Atmungstherapeut (DGP)
Pflegeexperte für außerklinische Beatmung 
Ventilation Practitioner

Storkower Straße 207
10369 Berlin

Fon: (030) 47 39 66 60-11
Fax: (030) 47 39 66 60-19
sven.jantzen(at)zentrum-berlin.com

FBL Wundmanagement

Sebastian Kruschwitz

Fachbereichsleitung Wundmanagement
Wundexperte/Pflegetherapeut ICW e.V.
Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung

Franz-Jacob-Straße 4 D
10369 Berlin

Fon: (030) 857 47 25-34
Fax: (030) 857 47 25-29
sebastian.kruschwitz(at)zentrum-berlin.com

Fachpflege

Das herausragende Merkmal am Konzept  des Zentrum für Beatmung und Intensivpflege ist die Spezialisierung auf schwerstpflegebedürftige Menschen im Betreuungsschwerpunkt außerklinische Beatmung und sogenanntem Wachkoma (UWS) und minimalem Bewusstseinszustand (MCS). Ein wesentlicher Garant für die erfolgreiche Durchführung unseres Versorgungskonzeptes sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Unser Team besteht aus dreijährig examinierten Pflegefachkräften der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Altenpflege, examinierten Krankenpflegehelfern. Neben wöchentlichen Schulungen zu fachspezifischen Themengebieten qualifizieren sich unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter  unter anderem zur / zum:

  •     Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung
  •     Pflegeexpertin/-en für außerklinische Beatmung
  •     Pflegeexpertin/-en für Menschen im Wachkoma/MCS
  •     Atmungstherapeutin/-en (DGP / Respiratory Therapist)


Die Logopädische, Ergotherapeutische und Physiotherapeutische Betreuung unserer Klienten wird durch externe Therapiepartner unterstützt.
Gemeinsam bilden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege und Therapie ein multiprofessionelles Team. Jegliche individualisierten Pflege- und Therapieziele werden gemeinsam mit den Klienten und Angehörigen in Fallbesprechungen formuliert und evaluiert.


Außerklinische Beatmung

Die Wiege der heutigen Heimbeatmung, die CPAP-Therapie, wird seit 30 Jahren erfolgreich bei Menschen angewendet. Die damals noch 20-30 Kilogramm schweren Beatmungsgeräte sind kleinen, leisen und unauffälligen Geräten gewichen – sie gehören heute wie selbstverständlich zum Alltag vieler Betroffener.

Die Innovationen in der Intensivmedizin und Pneumologie erlauben es heute immer mehr Menschen mit unterschiedlichsten Beeinträchtigung der Atmung im Anschluss an die Betreuung auf einer der zahlreichen Intensivstationen ein Leben mit Beatmung in häuslicher Umgebung mit spezialisierten Pflegediensten und/oder in spezialisierten Einrichtungen zu führen.

In der Tat erfordert die Pflege von Menschen mit Beatmung eine hohe Fachkompetenz, die nicht regelhaft im Rahmen der Ausbildung erworben werden kann. Die Pflegerinnen und Pfleger des ZBI durchlaufen die
Weiterbildung zur »Pflegefachkraft für außerklinische Beatmung« (DIGAB akkreditiert), welche sie mit erweiterten Kenntnissen in wichtigen Themenabschnitten spezialisiert.

Neben dieser hohen fachlichen Kompetenz spielt ein ausgefeiltes Fortbildungsmanagement und die technische Unterstützung der Pflege zur Förderung und Haltung des hohen Qualiätsanspruches eine wichtige Rolle. Zusätzlich sind viele Kolleginnen und Kollegen zum Pflegeexperten für außerklinische Beatmung weitergebildet.

Der speziell geschulte Fachbereichsleiter für Außerklinische Beatmung befindet sich aktuell in der Weiterbildung zum Atmungstherapeuten (DGP) und weist langjährige Pflege- und Führungserfahrung in seinem Bereich auf.

Im Umgang mit unseren Klientinnen und Klienten werden neben Förderkonzepten der Rehabilitationspflege in Zusammenarbeit mit den Therapeuten auch weitere therapeutisch betonte Angebote eröffnet.
Die Pflege im Fachbereich Außerklinische Beatmung zeichnet sich durch ein ganzheitliches und multiprofessionelles Konzept in enger Vernetzung mit dem Fachbereich Neurologie aus. Wir vereinen lebenserhaltende Beatmungstechnik und -pflege mit Lebensqualität und Therapieffekt.

Neben der Stabilisierung und Konsoldierung des Allgemeinzustandes verstehen wir unsere Aufgabe in der Erarbeitung gemeinsamer individueller Ziele des Klienten, welche in Zusammenarbeit mit anderen Professionen umgesetzt werden.

Wachkoma (Phase F)

Das Leistungsangebot der Fachpflege von Menschen im Wachkoma/Phase F bezieht sich auf die Versorgung in der außerklinischen Langzeitrehabilitation, gemäß des Rehabilitationsphasenmodells A-G, von Menschen mit schweren und schwersten erworbenen Schädigungen des Zentralen Nervensystems, insbesondere Menschen im sogenannten Wachkoma.

Menschen im sogenannten Wachkoma sind Menschen im Syndrom der Kontaktlosen Wachheit (UWS) oder aber Menschen im minimalen Bewusstseinszustand (MCS). Allein diese diagnostische Differenzierung ergibt, dass diese Menschen in der Lage sind, sich zu entwickeln und etwas zu erlernen, gleich in welchem vegetativen Zustand sie sich befinden. Eine weitere Personengruppe zur Versorgung in der Rehabilitationsphase F sind Menschen mit:

  •     Schlaganfall
  •     entzündlichen Erkrankungsprozessen im Nervensystem
  •     hohen Querschnittsleiden.


Um all diesen Menschen mit ihren individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, kommt ein bedürfnisorientiertes Entwicklungsmodell zum Tragen.

Denn nur durch Förderung der Wahrnehmung, der Bewegung, der Interaktion von Person zur Umwelt und somit der Interaktion von Person zur Person in einem ständig sich gegenseitig ergänzenden Kontext ist es dem betroffenen Menschen möglich, eine vitale und vegetative Stabilität und somit Sicherheit, Autonomie und soziale Integration zu erreichen.

Unser individualisiertes zielgerichtetes Handeln ist durch intensive Anwendung bekannter Förderkonzepte wie:

  •     Basale Stimulation
  •     Kinästhetik
  •     Bobath
  •     Affolter und
  •     F.O.T.T. gekennzeichnet.

Dies wird durch fachspezifische interne und externe Fortbildungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege und Therapie sichergestellt.

Ein weiterer wesentlicher Partner in dieser fachspezifischen Pflege sind die Angehörigen, Freunde und Bekannten unserer betroffenen Klienten. Daher bieten wir auch Workshops und Informationsveranstaltungen sowie gemeinsame Ausflüge an. Alles dies ermöglicht uns die Förderung unserer betroffenen Menschen im sogenannten Wachkoma oder MCS zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Palliativversorgung

Der Behandlung und Pflege Schwersterkrankter in der außerklinischen Intensivpflege muss eine besondere Bedeutung beigemessen werden. Die Therapie und Pflege unserer Klienten ist nicht nur sehr kostenintensiv, pflegeaufwendig und anspruchsvoll, sie beeinflusst auch die Lebensqualität der Betroffenen in erheblichem Maße.  Unser Konzept Palliative Care beinhaltet Schmerztherapie, Symptomerfassung und –linderung, Ethik, Kommunikation, Sterbebegleitung, Teambetreuung, Sozialbetreuung, Angehörigenarbeit u.v.m. Wir stellen den Klienten mit palliativem Bedarf in den Mittelpunkt unseres Handelns. 

Die Palliativbetreuung richtet sich an alle Betroffenen, die an einer progredienten Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung leiden. Ziel sind der Erhalt und die Verbesserung der Lebensqualität in der verbleibenden Lebenszeit.

Daran orientiert sich unser Handeln und Entscheiden.